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Sex-Tipps

Arten und Entwicklung der sexuellen Orientierung

sexuelle Orientierung
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Lesedauer: 8 min.

Das sexuelle Interesse an den Personen des anderen Geschlechtes ist üblich. Diese Art des sexuellen Verhaltens ist dominierend. Es ist aber so, dass nicht jeder ein nachhaltiges sexuelles Interesse am anderen Geschlecht hat.

In anderen Zeiten und Kulturen gab es eine unterschiedliche Einstellung zu Personen, deren sexuelle Orientierung nicht traditionell war: Von einer offenen Verfolgung bis zur Akzeptanz solcher Kontakte in verschiedenen Riten, von einem Ekelgefühl bis zur Gleichberechtigung.

Einerseits sind solche Personen in der Minderzahl. Andererseits ist diese Minderzahl ziemlich stabil. Schätzungsweise beträgt die Anzahl der Homosexuellen etwa 3 — 7 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Die Existenz der unterschiedlichen Arten der sexuellen Orientierung löst ein paar soziale und psychologische Probleme aus. In erster Linie fällt es manchen Menschen schwer, die eigene Sexualorientierung zu akzeptieren. Außerdem werden einige Arten der sexuellen Orientierung von der Gesellschaft missbilligt.

Sexuelle Orientierung: Hypothesen über ihre Entwicklung

Unter den Wissenschaftlern von heute gibt es keine Übereinstimmung bezüglich der Entwicklung einer sexuellen Orientierung. Man ist nur in einem einig: Sexualorientierung und Sexualität entwickeln sich in der Kindheit, die Grundlagen der Sexualität entfalten sich bereits in der intrauterinen Periode.

Wenn wir die Entwicklung des Embryos betrachten, so fällt es auf, dass jeder Embryo sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsteile hat. Unter der Wirkung von verschiedenen biochemischen Faktoren bekommt der Embryo ein bestimmtes Geschlecht. Sehr selten kommen zur Welt die sog. Zwitter. Zu allen Zeiten gab es Zwitter, das beweisen altgriechische Statuen.

Anhand dieses Phänomens der intrauterinen Entwicklung behaupten manche Forscher, und zwar S. Freund, A. Kinsey u.a., davon, dass der Mensch von Natur aus bisexuell ist, auch wenn sein anatomisches Geschlecht nach der Geburt keine Abweichungen zeigt.

Später mit der Entwickung der Geschlechtsidentität beginnt eine Sexualorientierung (Interesse am anderen oder eigenen Geschlecht) zu dominieren, während die Bisexualität latent bleibt, d.h. vorhanden, aber nicht in Erscheinung tretend.

Auf die Entwicklung des Embryos und seiner Sexualität üben viele Faktoren einen Einfluss aus: Biochemische Prozesse im Körper der Mutter, Genetik, Umgebung etc.

Momentan ist es nicht möglich, die Entwicklung der sexuellen Orientierung zu beobachten, weil das Baby nicht erzählen kann, wie es sich und das eigene Geschlecht identifiziert und welches sexuelle Interesse hat. Viele Prozesse sind dem Baby noch nicht bewusst.

Bevor das Kind sein Geschlecht identifiziert und seine Sexualorientierung erkennt, beginnen viele soziale Faktoren auf es zu wirken: Erwartungen der Eltern, ein normales sexuelles Verhalten in der jeweiligen Kultur, Vorstellungen über die Sexualität in der konkreten Familie. Nach der Pubertät hat man eine eindeutige Sexualorientierung.

Aber nicht immer ist alles so einfach. Manchmal kann ein Jugendlicher nicht entscheiden, an wem er sexuelles Interesse hat, seine Sexualität entwickelt sich unter vielen neurotischen Faktoren: Fragen über die Geschlechtsidentität, Ängste, Nicht-Akzeptanz der eigenen Sexualität etc. Das liegt daran, dass eine nicht traditionelle Sexualorientierung in manchen Gesellschaften als etwas Negatives oder als eine Pathologie betrachtet wird.

Aus der Sicht der Wissenschaft ist eine nicht traditionelle Sexualorientierung eine Variante der Sexualnorm, ein durchschnittlicher Mensch hat aber Angst davor.

In der Gesellschaft von heute sind die meisten Eltern der Meinung, dass ihr Kind ein sicheres und besseres Leben hat, wenn er wie sie lebt.

Arten der sexuellen Orientierung

Es gibt folgende grundlegende Arten der Sexualorientierung:

  • Heterosexualität (Personen des anderes Geschlechtes sind von Interesse);
  • Homosexualität (Personen des gleichen Geschlechtes sind von Interesse);
  • Bisexualität (Personen beider Geschlechter sind von Interesse).

Ein bisexueller Mensch kann in einer Lebensphase sexuelles Interesse an Frauen haben, in einer anderen an Männern. Es ist möglich, dass die Wahl eines Sexualpartners nicht von seinem Geschlecht abhängt, sondern von seinen menschlichen Eigenschaften.

Die Sexualorientierung ist nicht auf die drei genannten Arten beschränkt. Asexualität und Pansexualität gehören ebenfalls zu den Arten der sexuellen Orientierung des Menschen.

Sexuelle Orientierung nach Kinsey-Skala

Es wäre einfach, wenn alles in der Welt eindeutig wäre. Schwarz oder weiß, schlecht oder gut, oben oder unten, rechts oder links, ausschließlich schwule und heterosexuelle Menschen. In der Realität ist alles ganz anders.

Zoologe und Sexualwissenschaftler Alfred Kinsey untersuchte das sexuelle Verhalten der Menschen und Tiere und kam zur Schlussfolgerung, dass es keine ausschließlich heterosexuellen oder homosexuellen Individuen gibt.

Seine Hypothese bestätigte A. Kinsey mit vielen statistischen Daten. Dabei hat er noch eine interessante Tatsache herausgefunden. Der Mensch kann nicht aussschließlich hetero- oder homosexuell sein, weil seine Sexualorientierung in verschiedenen Lebensphasen variieren kann.

In der Pubertät erwacht die Sexualität, daher kann die situative Homosexualität mit der reinen Homosexualität leicht verwechselt werden. In dieser Lebensphase verbringen Jugendliche viel Zeit in den gleichgeschlechtlichen Gruppen.

Die Freundschaft in diesem Alter hat eine sehr wichtige Bedeutung, sie ist wirklich nahe und vertraut. Viele Menschen geben im Erwachsenenalter zu, dass sie sexuelles Interesse an dem Freund oder der Freundin des gleiches Geschlechtes hatten. Manchmal kam es zu situativen Geschlechtskontakten, weil die Neugierde bezüglich der Sexualität sehr groß war, während man vor Sexualkontakten mit dem anderen Geschlecht Angst hatte. Mit mehr Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht verschwand solches Interesse, das mit dem Alter als ein Abenteuer betrachtet wird.

In der Pubertät können gleichgeschlechtliche Freunde kein sexuelles Interesse erwecken, sodass man ein normales Sexualleben haben kann. Im reifen Alter kann man plötzlich Interesse für Personen des gleichen Geschlechts zeigen.

Wie ist so etwas möglich? Das sind meistens die Folgen einer strengen Erziehung. Wenn dem Kind beigebracht wird, dass die Homosexualität eine Sünde oder Schande ist, so versucht es sogar seine latente Bisexualität, die ganz natürlich ist, später zu unterdrücken.

Zur Folge entwickelt sich die Sexualorientierung so, wie es nicht die Natur fordert, sondern die Gesellschaft. Unter der Wirkung von Hormonen in der Jugend könnte es den jungen Männern scheinen, dass Frauen ihre Bedürfnisse ganz gut befriedigen können. Da Frauen eine richtige Wahl für den Mann sind, wird es in der Gesellschaft begrüßt. Erst nachdem der hormonelle Sturm des Jugendlichen ausgetobt hat, kann sich die wahre sexuelle Orientierung zeigen.

Es gibt Fälle, wenn Männer es schaffen, eine Familie zu gründen und Kinder zu bekommen. Später verlieren Sie das Interesse an der Ehefrau, und plötzlich zeigt sich eine nicht traditionelle Orientierung.

Frauen erleben meistens was Anderes: Nicht aus Geschlechtstrieb wollen sie Beziehungen mit Männern aufbauen. Für Frauen sind Freundschaft, Geborgenheit, Unterstützung und Mutterschaft von großer Bedeutung. Sex ist daher nicht die wichtigste Sache für Frauen. Sie verstehen sich gut mit ihrem Partner, kriegen Kinder. Erst dann entdecken sie ihre Sexualität besser. Da verstehen sie, dass sie Sex nicht mit dem Mann brauchen, sondern mit einer Frau.

Es gibt auch Fälle, wenn der Mensch seine Sexualorientierung versteht, hat trotzdem traditionelle Beziehungen, dabei bekommt er einen plötzlichen Drang, etwas Neues mit dem Partner des gleichen Geschlechts auszuprobieren.

Die angeführten Beispiele sollen zeigen, dass sich die Sexualorientierung früh entwickelt und unterschiedlich in verschiedenen Lebensphasen zum Ausdruck kommt.

Nicht so viele Menschen verstehen eigene Sexualorientierung sofort und eindeutig. Da gibt es nichts Schreckliches: Die menschliche Natur ist flexibel. Warum denn? Manchmal gibt es keine Sexualpartner des anderen Geschlechts, daher kann man die Sexualität mit Personen des gleichen Geschlechts ausleben. Sex dient nicht nur zur Fortpflanzung, sondern auch es macht Spaß. Dank der Fortpflanzung durch Sex kann eine Spezies überleben. Zudem dient Sex als eine Art Bund zwischen zwei Menschen, als eine Quelle der Kreativität oder Selbstverwirklichung etc. Sex hat viele wichtige Funktionen außer Kinderkriegen. Es spielt keine Rolle, welche sexuelle Orientierung Sie haben, Sie können es in eine Quelle der Lust ohne Schuldgefühle verwandeln.

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