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Sadismus und Sexualität

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Lesedauer: 3 Min.

Als Sadismus wird jene Tatsache bezeichnet, dass man sexuelle Lust und Befriedigung dadurch erlebt, dass er die anderen Menschen erniedrigt, demütigt und quält. Der Begriff wurde zum ersten Mal in dem Werk „Psychopathia sexualis“ von R. Krafft-Ebing erwähnt.

Eigentlich geht der Begriff auf den berühmten Marquis de Sade, der in seinen Romanen solche sexuellen Störungen beschrieb. Der Hauptgedanke seiner Werke lautet: „Der Mensch hat das Recht auf Genuss ohne Beschränkungen und Reue“. De Sade war der Meinung, dass die Sexualität überall entdeckt werden kann, in der Folterung, Gewalt und dem Mord. Die Hauptfigur seiner Werke ist Schänder, Henker, Peiniger. Sadist mit einem Wort.

Der bekannte Psychoanalytiker Erich Fromm unterscheidet einige Typen der sadistischen Zuneigungen. Der erste Typ wird dadurch gekennzeichnet, dass er die absolute Macht über eine andere Person genießen will, Herr über sie sein und sie zu seinem Werk machen. Der zweite Typ der sadistischen Zuneigungen besteht darin, dass der Mensch nicht nur danach strebt, die Macht über andere zu haben, sondern auch sie zu bestehlen, ihnen materielle und nicht materielle Werte zu entnehmen. Der letze Typ kommt zum Ausdruck in dem Genuss von den physischen und seelischen Schmerzen, die den anderen Menschen zugefügt werden.

Das sadistische Verhalten kann sich gegen schwächere Personen (Kinder, Behinderte, Alte), Tiere, Familienmitglieder, Mitarbeiter oder bestimmte soziale/nationale Gruppen (z.B. Nazis und Juden) richten.

Über den sexuellen Sadismus wird dann gesprochen, wenn die sexuelle Befriedigung nur durch Demütigung, Misshandlung anderer Personen erlebt wird. Laut Statistik ist der sexuelle Sadismus den 5 % Männern und 2 % Frauen eigen.

Zwei Gegensätze sind in der Persönlichkeit eines Sadisten, und zwar Brutalität und Feigheit.

Die Sadisten haben ein starkes Bedürfnis, die anderen völlig zu kontrollieren. Um dieses Bedürfnis zu befriedigen, knüpfen sie die Bekanntschaft mit den Menschen an, die sie sich unterwerfen können.

Deshalb wird eine starke Persönlichkeit unter die Kontrolle eines Sadisten kaum geraten. Für die Machthaber haben Sadisten besondere Gefühle. Die Menschen, die eine höhere Position in der Gesellschaft haben, erwecken bei den Sadisten Respekt und Huldigung.

In Bezug auf diese Kombination behaupten manche Psychotherapeuten, dass es den Sadismus nicht gibt, man kann die Rede nur vom Sadomasochismus führen.

Falls es Sadisten in der Umgebung gibt, sollte man sie vermeiden, denn die Kontakte mit ihnen bringen nichts Gutes.

Die Behandlung des Sadismus ist schwierig und nimmt viel Zeit in Anspruch.

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