Männergesundheit

29 November 2017 um 8:13


Blut im Sperma

Blut im Sperma

Das Blut im Sperma kann jeden Mann erschrecken. Zum Glück ist das selten ein Symptom eines seriösen Problems, besonders bei Männern unter 40 Jahren. Das Blut im Sperma (oder die Hämatospermie) dauert in der Regel nicht lange und tritt bei Männern nicht selten ein.

Symptome der Hämatospermie

Die Menge des Blutes im Sperma kann unterschiedlich sein: Von einem kleinen Tropfen zu einer großen Menge, wodurch sich das Sperma dem Blut ähnelt. Die Blutmenge im Sperma hängt von der Ursache der Blutung ab. Außer dem Blut im Sperma kann man auch Folgendes bekommen:

  • Schmerzen bei der Ejakulation;
  • Schmerzen beim Harnlassen;
  • Schmerzen oder eine Anschwellung im Hodensack;
  • Schmerzen im Leistenbereich;
  • Schmerzen im Unterrücken;
  • Blut im Harn.

Ursachen von Blut im Sperma

Die Samenflüssigkeit auf dem Weg in die Harnröhre während der Ejakulation fließt durch einige Kanäle. Mehrere Ursachen können eine Verletzung der Gefäße verursachen, die sich diesem Kanal entlang befinden, wodurch das Blut ins Sperma hingelangt.

In den meisten Fällen kann man die exakte Ursache der Anwesenheit von Blut im Sperma nicht bestimmen. Nach Angaben der medizinischen Schule Harvard sind die meisten Fälle der Hämatospermie nicht schwer. In der Regel gibt es folgende Gründe: Entzündungen/ Infektionen, die Obstruktion, Geschwülste, Gefäßmissbildungen, Systemfaktoren, Traumata/ medizinische Prozeduren.

Entzündungen und Infektionen als eine Ursache für Blut im Sperma beim Mann

Eine Entzündung der Samenblasen stellt eine häufige Ursache des Bluts im Sperma dar. Im Allgemeinen kann eine Entzündung oder eine Infektion jeder Drüse, jedes Kanals des männlichen Urogenitalsystems zum Erscheinen von Blut im Sperma führen. Dazu gehören die Prostatitis (Vorsteherdrüsenentzündung), die Epididymitis (Nebenhodenentzündung) und eine Urethritis (Harnröhrenentzündung). Die Entzündung kann auch mit der Reizung durch Steine in der Prostata, den Samenblasen, der Harnblase oder der Harnröhre verbunden sein.

Geschlechtskrankheiten wie Chlamydiose, Gonorrhoe oder Herpes können auch die Hämatospermie auslösen. Häufig bedingen Infektionen, die von Viren, Bakterien oder Pilzen verursacht wurden, die Entwicklung dieses Zustands.

Obstruktion als eine Ursache für Hämatospermie

Falls einer der Kanäle, zum Beispiel der Samenleiter, gesperrt wird, können sich umliegende Blutgefäße erweitern und zerreißen. Falls die Prostata vergrößert ist, kann sie die Harnröhre zusammendrücken und die Hämatospermie auslösen.

Hämatospermie wegen Geschwülsten

Die Anwesenheit der gutartigen Polypen oder malignen Geschwülste der Prostata, der Hoden, Nebenhoden oder Samenblasen verursacht auch das Entstehen des Bluts im Sperma.

Hämatospermie wegen Gefäßmissbildungen

Gefäßmissbildungen des männlichen Urogenitalsystems können die Ursache vom Blut im Sperma sein.

Blut im Sperma beim Mann wegen Systemfaktoren

Zustände, die einen Einfluss auf die Arbeit des ganzen Organismus ausüben, können zum Blut im Sperma führen. Dazu gehören die Hypertension (Bluthochdruck), die Hämophilie, die Leukose und chronische Leberkrankheiten.

Blut im Sperma wegen Traumata/ medizinischen Prozeduren

Ein körperliches Trauma, zum Beispiel ein Tritt in die Hoden im Laufe der sportlichen Aktivitäten kann auch das Erscheinen der Hämatospermie auslösen. Das Trauma bedingt die Steigerung der Gefäßpermeabilität, so dass Blut in die Samenflüssigkeit hingelangen kann. Solche medizinischen Prozeduren wie die Untersuchung der Prostata, die Biopsie oder die Vasektomie können zum Blut im Ejakulat führen.

Wann zum Arzt?

Sie sind über 40

Bei Männern im Alter von 40 Jahren und mehr ist das Risiko für Krankheiten wie Prostatakrebs höher. Diesbezüglich soll man seinem Arzt über jeden Fall des Bluts im Ejakulat mitteilen. Der Arzt wird die Ursache möglichst bald prüfen.

Bei 1 Prozent der Patienten kommt es zur Hämatospermie nach der Einnahme von Viagra oder Cialis. Mehr medizinische Infos zu diesen Arzneimitteln gibt es hier:

Sie sind unter 40

Falls Sie noch unter 40 sind und keine Symptome außer der Anwesenheit des Bluts in der Samenflüssigkeit beobachten, brauchen Sie zu warten. Vielleicht verschwindet das von allein. Falls Blut im Sperma immer noch entsteht oder Sie zusätzliche Symptome wie Schmerzen oder Fieber bekommen, konsultieren Sie einen Arzt. Der Arzt führt eine Untersuchung der Prostata durch, verordnet einen Test von Sperma und Harn, um den Grund der Hämatospermie zu bestimmen.

Je nach der Ursache des Bluts im Samen kann man selbständig zu Hause behandelt werden. Falls dabei irgendwelche Haupterkrankung behandelt werden soll, wird der Arzt eine geeignete Therapie verschreiben.

Hausmittel gegen Blut im Sperma

Falls es zur Hämatospermie infolge einer Verletzung kommt, hilft die Ruhe dem Organismus dieses Problem selbst zu bewältigen. Falls eine Schwellung in der Leiste erscheint, soll man an die geschwollene Stelle die Kälte anlegen. Man soll die Symptome beachten und im Falle der Verschlimmerung einen Arzt aufsuchen.

Behandlung der Hämatospermie

Falls eine Infektion die Ursache des Bluts im Sperma ist, wird der Arzt höchstwahrscheinlich ein Antibiotikum verschreiben. Falls das Blut im Sperma von der Blockade des Urogenitalsystems bedingt wird, kann eine Operation benötigt sein. Falls die Blockade durch einen Stein in der Harnröhre entsteht, kann er herausoperiert werden.

Falls der Krebs der Grund des Bluts im Sperma ist, wird man an einen Onkologen verwiesen, der Behandlungsleitlinien für seinen Fall feststellt.

Das alles kann schrecklich und unerwartet sein, aber oftmals ist die Anwesenheit von Blut im Sperma kein Symptom von seriösen Zuständen.

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Paul Neumann

Paul lebt in Reutlingen. Sein Medizinstudium hat er in Berlin abgeschlossen. In seiner Freizeit bloggt er zu gesundheitlichen, sozialen und politischen Themen. Seit einem Jahr schreibt er auch für unsere Online-Apotheke. Paul engagiert sich sozial und verbreitet Aufklärungsmaterialien für Kinder und Jugendliche. Paul ist einer unserer Experten in den Medizinbereichen erektile Dysfunktion, kardiovaskuläre Erkrankungen und Raucherentwöhnung. In den medizinischen Foren erteilt er fachkundige Tipps und Tricks. Momentan arbeitet Paul in einem Krankenhaus in Reutlingen.

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