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Frauengesundheit

Beschneidung bei Frauen

weibliche Beschneidung
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Lesedauer: 6 Min.

Beschnitten werden normalerweise Männer, allerdingt leben viele Frauen in der Welt, an deren Geschlechtsorganen chirurgisch manipuliert worden ist. Heute gibt es 100 — 140 Mio. beschnittene Mädchen und Frauen weltweit. In der gegenwärtigen Medizin wird es empfohlen, statt des Begriffes Beschneidung bei Frauen den Begriff weibliche Genitalverstümmelung zu verwenden. Damit wollen die WHO und andere führende Organisationen ihre negative Meinung zu diesem Verfahren äußern, indem ein Begriff mit negativen Konnotationen verwendet wird.

Die Tradition der weiblichen Beschneidung ist in der Vergangenheit verwurzelt. Die ersten Beweise dafür sind in den altägyptischen schriftlichen Denkmälern aus dem Jahr 163 v. Chr. zu finden. An den Mumien aus dem Niltal sind Folgen der Genitalverstümmelung zu erkennen.

Während der Völkerwanderung verbreitete sich diese Tradition unter den Muslimen, Christen sowie Juden. In 18 Ländern in Afrika sind 50% aller Frauen heute beschnitten.

Die Beschneidung bei Mädchen ist für solche Länder wie Jemen, Oman, Saudi-Arabien und Israel typisch. Mit der Migration der Muslimen verbreitete sich die weibliche Beschneidung nach Indien, Pakistan, Indonesien, Malaysien. Diese Tradition bewahren mehrere ethnische Gruppen in den USA und Europa. Es muss darauf hingewiesen werden, dass weder der Koran noch der Talmud oder die Bibel die Beschneidung bei Frauen verschreiben. Diese Tradition verwurzelte sich auf einem ästhetischen sinnlichen Niveau und kann zu den anderen Traditionen gezählt werden, die den weiblichen Körper modifizieren, wie zum Beispiel Langhalsfrauen von Thailand oder weibliche Krüppelfüße in China.

Wie bekannt gibt es 3 Arten der weiblichen Beschneidung, und zwar Sunna-Beschneidung, Exzision und Infibulation oder pharaonische Beschneidung.

Die Sunna-Beschneidung ist die mindeste Form des chirurgischen Eingriffes und gilt als nützlich. Dabei wird die überschüssige Haut um der Klitoris entfernt, damit sie ständig offen bleibt und somit empfindlicher wird. Diese Art der weiblichen Beschneidung wird immer beliebter in Europa.

Die Exzision ist eine verbreitete Operation in vielen muslimischen Ländern. Dabei werden die Klitoris sowie die kleinen Schamlippen entfernt, um die Möglichkeit für sexuelle Freuden zu verbauen, damit die Frau treu und fromm bleibt.

Die pharaonische Beschneidung bei Frauen sieht wie die Exzision aus, dabei werden die äußeren Schamlippen zugenäht, damit nur eine kleine vaginale Öffnung bleibt. Von der Breite dieser Öffnung hängt auch die Möglichkeit des Geschlechtsverkehrs ab. Vor der Brautnacht muss diese Öffnung wieder geöffnet werden. Bei der Geburt eines Kindes soll diese Öffnung geöffnet werden, oder ein Kaiserschnitt soll gemacht werden.

Gründe für die Beschneidung bei Frauen

Die Gründe dafür können unterschiedlich sein. Meistens ist die weibliche Beschneidung eine Möglichkeit, die Keuschheit zu bewahren oder jegliche sinnliche Wünsche zu unterdrücken.

Die Befürworter der weiblichen Beschneidung meinen, dass sie dem Mann mehr Vergnügen bereitet, weil die Scheide sogar nach der Geburt nicht ausgedehnt wird. Unbeschnittene Frauen gelten oft als unsittlich, außerdem haben sie nicht große Chancen zu heiraten.

Einer der Gründe für die Beschleidung bei Frauen liegt an der Religion. Aus religiösen Überzeugungen lassen die Eltern in Somali ihre Töchter beschneiden. In der letzten Zeit erfahren muslimische Frauen darüber, dass die weibliche Beschneidung im Koran nicht erwähnt wird. In der Bibel gibt es auch kein Wörtchen darüber.

Es spielt keine Rolle, aus welchen Gründen Männer beschnitten werden, ob aus religiösen, hygienischen oder ästhetischen, dadurch wird die männliche Sexualität nicht unterdrückt. Das Grund für die Beschneidung bei Frauen besteht in der Begrenzung der Sexualität.

Folgen der Beschneidung bei Frauen

Oft überstehen Mädchen solche Operation nicht und sterben an dem Schmerzschock, dem Blutverlust oder der Sepsis, weil statt eines Skalpells eine Glasscherbe oder eine Rasierklinge verwendet werden können. Falls das Mädchen während der Beschneidung mit AIDS nicht angesteckt wird, so warten auf es unerträgliche Regelschmerzen, Probleme bei der Geburt eines Kindes sowie Probleme beim Urinieren.

Nach der Beschneidung bekommt das Mädchen den Status einer Braut. Es darf heiraten, Kleidung und Schmuck tragen, Geschenke von den Erwachsenen bekommen. Falls das Mädchen dieser Operation nicht unterzogen wurde, so bedeutet es eine Blamage nicht nur für es, sondern auch für die Eltern.

Nach der erwünschten Heirat beginnen schlechte Tage für Frauen. Im Leben einer Frau gibt es 3 Wendepunkte, nämlich der Tag der Beschneidung, die Brautnacht und die Geburt des ersten Kindes. Die erste Brautnacht ist eine Katastrophe. Der Mann versucht seine Frau zu penetrieren, und es misslingt ihm, weil die intime Öffnung nach der Beschneidung zu eng ist. Zum Arzt zu gehen gilt als eine Blamage. Deshalb sind Männer auf alles bereit. Manche verlieren die Geduld und zerscheiden die Öffnung mit einem Messer.

Die erste umfassende Studie der Genitalverstümmelung von Frauen zeigte, dass dieses Verfahren bedrohliche Folgen während der Geburt haben kann. Mehr als 50% beträgt in diesem Fall die Sterbensrate der Mutter und des Kindes. Beschnittene Frauen verlieren während der Geburt zu viel Blut und benötigen eine Reanimation. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass ihre Daten nicht ausreichend sind und nur jene Frauen umfassen, die ein Kind im Krankenhaus zur Welt brachten. Viele Frauen in den afrikanischen Ländern, in denen die weibliche Beschneidung praktiziert wird, gebären Kinder zu Hause, wo es keine Möglichkeiten gibt, solche Komplikationen wie Blutungen in den Griff zu bekommen.

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Schon gewusst?

Mindestens 24 Tausend Frauen, die eine Beschneidung erlitten, und 6 Tausend Mädchen, die akut von solcher Operation bedroht sind, leben in Deutschland.

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