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15 Januar 2016 um 5:29


Was ist Intersexualität?

Was ist Intersexualität?

Lange Zeit herrschte in den ärztlichen Besprechungen der Begriff Hermaphroditismus. Und nur mit der Entwicklung der Bewegung für Rechte intersexueller Menschen erschien eine tolerantere und korrektere Definition. Was ist Intersexualität? Und warum erschien der Bedarf an solchem Begriff?

Intersexualität Definition

Intersexualität (intersex) ist ein allgemeiner Begriff zur Bezeichnung von verschiedenen Fällen, wenn die menschliche Anatomie des Fortpflanzungs- oder Geschlechtssystems den allgemein anerkannten Bezeichnungen des männlichen und weiblichen Geschlechts nicht entspricht, d.h. sie schließt Merkmale beider Geschlechter ein oder umgekehrt ist laut den angenommenen Kriterien nicht ausgeprägt.
Nach Angaben der Untersuchungen, die von der Brown Universität durchgeführt wurden, beträgt die Häufigkeit der Geburt der Menschen, deren Körper sich von den genormten Bezeichnungen des männlichen oder weiblichen Geschlechts unterscheiden, ein Fall von 100 Geburten. Die Forscher stellen fest, dass 1,7% der neugeborenen Kinder Vorstellungen über das chromosomale, Gonaden, genitale und hormonelle Geschlecht nicht hineinpassen. Diese Angaben gründen sich auf der Analyse medizinischer Literatur (z.B. den Berichten und den Angaben der Untersuchungen der Bevölkerung und den genetischen Untersuchungen, den Beschreibungen der Fälle, den staatlichen Dokumenten, Lehrbüchern, den wissenschaftlichen Artikeln) nach verschiedenen Weltregionen für den Zeitraum seit 1955 bis 1998 Jahre.

Intersexualität Merkmale

Intersexualität meldet sich in verschiedenen Konfigurationen des menschlichen Körpers. Zum Beispiel ein Mensch kann mit den äußeren Merkmalen des weiblichen Geschlechts geboren werden, doch die innere Anatomie haben, die eher dem männlichen Geschlecht entspricht. Oder seine/ihre Genitalien stellen etwas Mittleres von beiden Geschlechtern vor, z.B. ein Mädchen kann mit einer bemerkbar großen Klitoris oder ohne Scheidenöffnung, und der Knabe kann mit einem sehr kleinen Penis oder dem Hodensack geboren werden, der so geteilt ist, dass er den Schamlippen ähnlich ist. Auch ist solche genetische Struktur möglich, wenn manche Zellen XX Chromosome und die anderen XY Chromosome haben.
Manchmal weiß der Mensch über seine Intersexualität nicht, bis er in die Pubertät kommt. Manche Leute verbringen ihr Leben in Unkenntnis ihrer Intersexualität.
All das zeugt davon, dass der Begriff Intersexualität ziemlich mehrdeutig ist. Es gibt viele Intersexualität Formen und mehr Varianten des menschlichen Körperbaus, als man glaubt. Entsprechend stellt die Existenz intersexueller Menschen traditionelle Vorstellungen über die Geschlechtsidentität in Frage.
Körper und Geschlecht
Im Rahmen der traditionellen Rhetorik über die biologische Vorherbestimmtheit von Geschlechterrollen werden Besonderheiten des Körpers zur Bestimmung der geschlechtlichen Unterschiede angewandt. Doch im Falle der Intersexualität, wenn die Bestimmung des biologischen Geschlechts erschwert ist, entstehen Fragen, wie soll man das Kind erziehen, mit welchem Geschlecht es anreden, was für einen Namen wählen usw. Die soziale Gestaltung der geschlechtlichen Identität wird besonders sichtbar.
Dabei ist es bemerkenswert, dass der Begriff Intersexualität auch ein Konstrukt ist. Da dieser Begriff Situationen bezeichnen soll, wenn biologische Variationen des menschlichen Körpers von der Gesellschaft, im Besonderen von der Medizin in den Fachbegriffen Männliches und Weibliches bestimmt werden. Die Brust, der Penis, die Klitoris, der Hodensack, die Schamlippen, Geschlechtsdrüsen – all das unterscheidet sich nach Größe, Form und Morphologie. Die sogenannten geschlechtlichen Chromosome können verschiedene Kombinationen bilden. Aber im soziokulturellen Raum lässt sich die ganze Vielfalt der Erscheinungen in zwei Kategorien zusammenfassen: in männliche und weibliche.
Wenn man keine von ihnen bestimmen kann, wird der Begriff Intersexualität gebraucht, das zur Bezeichnung der Körperlichkeit betreffs den ersten zwei dient. Es ist notwendig, weil die ganze soziale Zusammenwirkung sich auf der Zuordnung des Menschen zu dem oder jenem Geschlecht gründet. Die Gesellschaft stellt deutliche Anordnungen dazu fest, wie die Merkmale des männlichen oder weiblichen Geschlechts sein sollen, und alles, was dazu nicht passt, wird als intersexuell bezeichnet.
In jeder Gesellschaft, wo es  zur Aufrechterhaltung der bestimmten sozialen Ordnung den Geschlechtsstandard strikt zu befolgen ist, stoßen alle Menschen, die zu diesen Standarten nicht passen, auf eine Diskriminierung.
Alle Formen der Diskriminierung betreffs intersexueller Menschen liegen in der allgemeingültigen Vorstellung darüber, dass es nur zwei biologische Geschlechter gibt. Dieses Model schließt die Existenz intersexueller Menschen aus und betrachtet sie als Pathologie und Abweichung. Der Körper von intersexuellen Menschen werden normalisiert und normgerecht gestaltet.
Diskriminierung der intersexuellen Menschen
In der modernen Gesellschaft gilt es als normal, ein Mann oder eine Frau zu sein. Wenn ein Mensch zu einer von diesen Kategorien nicht zugeordnet werden kann, dann wird seine/ihre Existenz in der Gesellschaft äußerst schwer. Es äußert sich in der Interphobie (Verdammung, Ablehnung) und im schwierigen Erhalt des Passes. In den meisten Ländern ist die juristische Legitimation der Intersexualität unmöglich.
Von klein auf wird das juristische Geschlecht des Kindes von den Eltern und/oder Ärzten bestimmt. In den meisten Situationen werden nicht nur rechtliche Verfahren angewandt, sondern auch chirurgische Eingriffe durchgeführt, die den Körper des Kindes dem ausgewählten Geschlecht anpassen sollen. Dabei werden diese Operationen im frühen Kindesalter durchgeführt und folgenderweise wird die Meinung des intersexuellen Menschen nicht berücksichtigt. Viele Untersuchungen stellen fest, dass solche chirurgischen Eingriffe die Gesundheit des Menschen (z.B. die Empfindlichkeit der Geschlechtsorgane sinkt) und auch den psychologischen Zustand beeinträchtigen.
Im Jahre 2011 wurde ein spezieller Vertrag der Europäischen Kommission vorbereitet: Transgender und intersexuelle Menschen: die Diskriminierung nach den Geschlechtsmerkmalen, der Geschlechtsidentität und dem geschlechtlichen Selbstausdruck, wo die Gerichtsverhandlung in Deutschland 2008 beschrieben wird. Christiana Wolling machte dem Chirurg den Prozess, der vor 30 Jahren ihre Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke ohne Kenntnis ihres herausoperiert hatte. Chrisitiana wurde mit den unbestimmten äußerlichen Geschlechtsorganen geboren, wie ein Knabe erzogen, doch seit der Kindheit identifizierte sie sich als ein Mädchen. Im Laufe der Appendektomie als sie 17 Jahre alt war, wurden ihre innerlichen Geschlechtsorgane herausgefunden – die Gebärmutter und Eierstöcke, die nach einem Jahr ohne Informierung und Beratung von Christiana über die Folgen dieser Operation entfernt wurden.
Infolgedessen soll sie im Körper nicht des Geschlechts leben, wo sie sich fühlt, was ihr moralisches und psychologisches Leiden und Unbehagen zufügt. Außerdem entstanden dann schwere Gesundheitsprobleme. In Folge der Rekonstruktion der Harnröhre erschienen chronische Harnwegsinfektionen, eine chronische Niereninsuffizienz und Blasenfunktionsstörungen. Sie verstand völlig, was mit ihr geschehen war, wenn sie zufällig nach Jahr und Tag die Frageliste über Probleme der intersexuellen Menschen gelesen hat. Als Ergebnis der Gerichtsverhandlung wurde der Arzt für schuldig an der Verletzung der Gesundheit und Selbstdefinition von Christiana erkannt.
Die Bewegung für Rechte von intersexuellen Menschen setzt solche Fragen auf die Tagesordnung, wie die Zuerkennung der körperlichen Unverletzlichkeit jeder intersexuellen Person und die Aufhebung der Notwendigkeit bestimmtes Geschlecht auszuwählen und die entsprechende Operation durchzuführen; die Rechtseinschränkung der Eltern die Frage über die geschlechtliche Selbstdefinition des Kindes zu lösen und chirurgische Eingriffe ohne bewusstes Einverständnis durchzuführen; die Aufhebung der Spalte Geschlecht in vielen wichtigen Zivildokumenten, wie dem Pass, dem Geburtsschein. Viele intersexuelle Menschen meinen, dass ihr Körper keine Änderung braucht und so, wie sie sind angenommen werden sollen, und appellieren an die Idee des Kontinuums der Erscheinungsformen des Geschlechts. Jetzt verstehen Sie, was ist Intersexualität.

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Emma Fischer

Emma ist seit 5 Jahren in der Pharmabranche tätig und schreibt für Europe-Pharm.com über Medikamente, Schlankheitsmittel und andere Nahrungsergänzungsmittel. Dieses Thema liegt ihr im Blut, weil ihr Vater ein erfahrener Therapeut ist. Emma ist sehr gesundheitsorientiert und zeigt großes Interesse für Themen Fitness und Gesundheit. Sie hat viele erfolgreiche Diäten hinter sich. D.h. Sie schreibt darüber, was sie selbst getestet hat. Sie reist gerne durch Europa und engagiert sich politisch.

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